Abkochgebot in Bibertal und in der Gemeinde Kötz

3.7.2026

Am Übergabeschacht Kötz wurden bei einer Probenahme vom 1.7.2026 zwei E-Coli nachgewiesen. Die Ursache ist derzeit unklar. Das Gesundheitsamt des Landratsamtes Günzburg hat für die Nutzer der Wasserversorgungsanlage (WVA) Bibertal und der Gemeinde Kötz deshalb erneut ein vorsorgliches Abkochgebot ausgesprochen. Da sich der betroffene Übergabeschacht nach Kötz an einer Trinkwasserringleitung befindet, die unter anderem von Kötz in Richtung Bibertal Wasser liefert, ist nicht auszuschließen, dass verkeimtes Wasser in die nachfolgende WVA Bibertal gelangt. Es wird eine weitergehende Ursachenforschung durchgeführt. Weitere Proben sind geplant. Die Ergebnisse werden in den nächsten Tagen erwartet.

Was ist zu tun?

Für das betroffene Leitungsnetz gilt ein Abkochgebot, um eventuelle Krankheitserreger abzutöten. Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen. Die Verwendung eines Wasserkochers ist aus praktischen Gründen zu empfehlen.

Abkochen ist notwendig für: Trinken, Zubereitung von Nahrung, Kaffee-/Tee-Kochen, Waschen von Obst/Gemüse/Salat, Geschirrspülen von Hand, Wassersprudler, Eiswürfelzubereitung, Lösen von Medikamenten, Zähneputzen, Mundduschen, Trinkwasserspender an der Wasserleitung sind abzuschalten. Wenn Sie nicht abkochen wollen, verwenden Sie abgepacktes Wasser. Offene Wunden sind ggf. mit sterilen Wundspüllösungen zu behandeln. Abkochen ist nicht notwendig für: Händewaschen, Duschen, Baden, Toilettenspülung, Wäschewaschen in der Waschmaschine, Geschirrspülen mit Spülmaschine. Das Wasserwerk der Rauher-Berg-Gruppe informiert Sie, sobald das Trinkwasser wieder einwandfrei ist.

Bitte geben Sie diese Information auch an Ihre Mitbewohner und Nachbarn weiter.


Wasser ist ein unentbehrliches Lebenselement für Pflanzen, Tiere und Menschen. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Schon unsere Vorfahren siedelten deshalb am Wasser, an einer Quelle, einem klaren Bach oder See. Über lange Zeiträume hinweg schöpften die Menschen das Wasser zunächst dort, wo es sich ihnen darbot.

Das dem natürlichen Kreislauf entnommene Wasser, wie es sich vornehmlich im Grund- und Quellwasser findet, soll "rein", also frei von gesundheitsschädlichen Stoffen, sein. Lange Zeit hindurch dienten den Menschen im Dorf Zieh- oder Schöpfbrunnen zur Trinkwasserversorgung. Es waren gemauerte Schächte, je nach Lage oft bis zu zehn Meter tief, in denen sich das Grundwasser sammelte. Durch Hebel oder Haspeln (Kurbeln) mit angehängtem Eimer wurde das Wasser aus der Tiefe gefördert. Bei den bescheidenen Kenntnissen und der mangelhaften Abwasserbeseitigung früherer Zeiten war der Ausbreitung von Krankheiten Tür und Tor geöffnet. In neuerer Zeit gelangten bei uns mehr und mehr Handwasserpumpen, "Gumper" genannt, zur Verwendung. Mühevoll war das "Gumpen" und Wassertragen für den Hausgebrauch und für das Vieh aus den verschiedenen Brunnen im Dorf. Nach Einführung der Elektrizität wurden die mit Hand betätigten Pumpen nach und nach elektrisch angetrieben, so daß eine große Arbeitserleichterung eintrat. In tiefer gelegenen Orten war ein Rammbrunnen leicht zu schlagen, da der Grundwasserspiegel meist bei zwei bis drei Metern Tiefe lag. In den höher gelegenen Orten bedurfte dies einer oft langwierigen Arbeit und das Wasservorkommen war noch dazu sehr spärlich. Heutzutage werden die Orte durch den Zweckverband 'Rauher-Berg-Gruppe' durch moderne Anlagen mit Wasser bester Qualität versorgt.