Wasser ist ein unentbehrliches Lebenselement für Pflanzen, Tiere und Menschen. Ohne Wasser gibt es kein Leben. Schon unsere Vorfahren siedelten deshalb am Wasser, an einer Quelle, einem klaren Bach oder See. Über lange Zeiträume hinweg schöpften die Menschen das Wasser zunächst dort, wo es sich ihnen darbot.

Das dem natürlichen Kreislauf entnommene Wasser, wie es sich vornehmlich im Grund- und Quellwasser findet, soll "rein", also frei von gesundheitsschädlichen Stoffen, sein. Lange Zeit hindurch dienten den Menschen im Dorf Zieh- oder Schöpfbrunnen zur Trinkwasserversorgung. Es waren gemauerte Schächte, je nach Lage oft bis zu zehn Meter tief, in denen sich das Grundwasser sammelte. Durch Hebel oder Haspeln (Kurbeln) mit angehängtem Eimer wurde das Wasser aus der Tiefe gefördert. Bei den bescheidenen Kenntnissen und der mangelhaften Abwasserbeseitigung früherer Zeiten war der Ausbreitung von Krankheiten Tür und Tor geöffnet. In neuerer Zeit gelangten bei uns mehr und mehr Handwasserpumpen, "Gumper" genannt, zur Verwendung. Mühevoll war das "Gumpen" und Wassertragen für den Hausgebrauch und für das Vieh aus den verschiedenen Brunnen im Dorf. Nach Einführung der Elektrizität wurden die mit Hand betätigten Pumpen nach und nach elektrisch angetrieben, so daß eine große Arbeitserleichterung eintrat. In tiefer gelegenen Orten war ein Rammbrunnen leicht zu schlagen, da der Grundwasserspiegel meist bei zwei bis drei Metern Tiefe lag. In den höher gelegenen Orten bedurfte dies einer oft langwierigen Arbeit und das Wasservorkommen war noch dazu sehr spärlich. Heutzutage werden die Orte durch den Zweckverband 'Rauher-Berg-Gruppe' durch moderne Anlagen mit Wasser bester Qualität versorgt.